Förderprogramm Soforthilfe Corona

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg hat ein Soforthilfeprogramm aufgelegt: Gewerbliche Unternehmen, Sozialunternehmen und Angehörige der Freien Berufe, die sich unmittelbar infolge der Corona-Pandemie in einer existenzbedrohenden wirtschaftlichen Lage befinden und massive Liquiditätsengpässe erleiden, werden mit einem einmaligen, nicht rückzahlbaren Zuschuss unterstützt.

Bitte beachten Sie: Ab Donnerstag, 9. April, gegen 10.00 Uhr wird das Landesprogramm „Soforthilfe Corona“ mit dem entsprechenden Bundesprogramm verzahnt. Ab diesem Zeitpunkt stehen neue Antragsformulare zur Verfügung. Bereits gestellte Anträge behalten ihre Gültigkeit und werden weiterhin bearbeitet. Die aktuell gültigen Formulare können noch am Donnerstag (09.04.) den ganzen Tag über eingereicht werden.

Formulare und Plattform


Antragsformular

Das Antragsformular für die Soforthilfe sowie eine Schritt-für-Schritt-Beschreibung des Ablaufs der Beantragung finden Sie unter dem Punkt "Antragsverfahren" auf der Internetseite des Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg.

Internetseite des Wirtschaftsministeriums

Einreichungsplattform

Den vollständig ausgefüllten und von der berechtigten Person unterschriebenen Antrag können Sie schließlich im PDF-Format online auf der dafür vorgesehenen Plattform www.bw-soforthilfe.de einreichen.

Internetplattform www.bw-soforthilfe.de
Bitte versenden Sie keine Antragsformulare auf dem Postweg oder per E-Mail an die Kammer oder das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg, sondern nutzen Sie ausschließlich das oben verlinkte Online-Portal zur Übermittlung Ihres Antrags! Anderweitig eingegangene Anträge können nicht bearbeitet werden!

VORSICHT VOR BETRÜGERN

Im Zusammenhang mit der Antragstellung zum Förderprogramm kommt es anscheinend zu Betrugsversuchen. Es werden Anrufe bei Betrieben gemeldet, bei der sich ein dubioses Unternehmen als einzig offizielle Stelle zur Abwicklung der Soforthilfe ausgibt. Im Verlauf des Telefonats wird auf einen Link verwiesen, der nicht Teil des offiziellen Förderprogramms ist – damit könnten Daten abgefischt werden.
 

Bitte laden Sie Ihren Antrag ausschließlich auf der offiziellen Plattform www.bw-soforthilfe.de hoch!

 
Sollten Sie bei einem Anruf zu diesem Thema unsicher sein, wenden Sie sich bitte im Nachgang des Telefonats an die Corona-Hotline der Handwerkskammer Freiburg unter 0761 21800-456.

FAQs zum Förderprogramm

Alle Fragen und Antworten zum Förderprogramm und der Beantragung finden Sie auf der Seite des Wirtschaftsminsteriums (am unteren Seitenende).

Soforthilfe Corona: Antragstellung und FAQs

Geänderte Förderbedingungen - Privatvermögen oder betriebliche liquide Mittel werden nicht berücksichtigt

Seit 30. März hat das baden-württembergische Wirtschaftsministerium die Förderbedingungen leicht angepasst. Betriebe, die einen Antrag auf Soforthilfe stellen, müssen nachweisen, dass die laufenden betrieblichen Einnahmen nicht ausreichen, um die laufenden betrieblichen Kosten des Unternehmens zu finanzieren.

Konkret muss der Antragsteller versichern, dass er durch die Corona-Pandemie in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten ist, die seine Existenz bedrohen. Dies liegt dann vor, wenn die fortlaufenden Einnahmen aus dem Geschäftsbetrieb des Antragsstellers voraussichtlich nicht ausreichen, um die Verbindlichkeiten in den auf die Antragstellung folgenden drei Monaten aus dem erwerbsmäßigen Sach- und Finanzaufwand (bspw. gewerbliche Mieten, Pacht, Leasingaufwendungen) zu zahlen (Liquiditätsengpass). Die Höhe des Liquiditätsengpasses für die drei auf die Antragstellung folgenden Monaten müssen die Betriebe konkret beziffern.
Dabei müssen beantragtes Kurzarbeitergeld (z.B.: als geringere Lohnkosten) und sonstige finanzielle Hilfen eingerechnet werden. Privatvermögen, oder betriebliche liquide Mittel (z.B.: Erhöhung der Kontokorrentkredite) werden aber nicht berücksichtigt. Dies gilt rückwirkend für alle Anträge seit dem Start der Soforthilfe.
 
Betriebe, die bereits einen Antrag auf Soforthilfe gestellt haben und auf Grund der neuen Regelungen einen höheren Zuschuss beantragen wollen, wenden sich bitte an die Corona-Hotline der Handwerkskammer unter 0761 21800-456.

Berechnungshilfe Liquiditätsengpass und Vollzeitäquivalente

Um Ihnen die Berechnung der geforderten Vollzeitäquivalente sowie die Erstellung eines Liquiditätsplans zu erleichtern, bieten wir Ihnen ein Excel-Tool für diese Berechnungen an.

Excel-Tool zur Berechnung der Vollzeitäquivalente und des Liquiditätsengpasses

Wer wird gefördert?

Anträge können von gewerblichen und Sozialunternehmen, von Soloselbstständigen und von Angehörigen der Freien Berufe, einschließlich Künstler/innen mit bis zu 50 Beschäftigten (Vollzeitäquivalente) gestellt werden, die ihren Hauptsitz in Baden-Württemberg haben.

In Anlehnung an die KMU-Definition der EU verstehen wir als Unternehmen „jede Einheit, unabhängig von ihrer Rechtsform, die eine wirtschaftliche Tätigkeit ausübt.“ Hierzu zählen auch gemeinnützige Sozialunternehmen, sofern diese aktiv am Wirtschaftsleben teilnehmen.

Soloselbständige und Kleinstunternehmen mit unter fünf Beschäftigten sind nur insoweit antragsberechtigt, als dass sie mit ihrer selbständigen Tätigkeit das Haupteinkommen oder zumindest ein Drittel des Nettoeinkommens eines Haushalts bestreiten.

Was wird gefördert?

Die Unternehmen sollen bei der Sicherung ihrer wirtschaftlichen Existenz und Überbrückung von akuten Liquiditätsengpässen, u.a. für laufende Betriebskosten wie Mieten, Kredite für Betriebsräume, Leasingraten u.Ä., durch einen Zuschuss unterstützt werden. Liquiditätsengpässe oder Umsatzeinbrüche, die bereits vor dem 11. März 2020 entstanden sind, sind daher nicht förderfähig.

Wie wird gefördert?

Die Soforthilfe ist gestaffelt nach der Zahl der Beschäftigten und beträgt bis zu:
 
  • 9.000 Euro für Antragsberechtigte mit bis zu 5 Beschäftigten,
  • 15.000 Euro für Antragsberechtigte mit bis zu 10 Beschäftigten,
  • 30.000 Euro für Antragsberechtigte mit bis zu 50 Beschäftigten
Die Obergrenze für die Höhe der Förderung entspricht dem unmittelbar infolge der Corona-Pandemie verursachten Liquiditätsengpass, maximal jedoch den oben genannten Förderbeträgen.

Die Anzahl der Beschäftigten ergibt sich aus der Berechnung der Vollzeitäquivalente, die anhand der Regelungen der KMU-Definition der EU erfolgt. Hilfestellung bietet das Benutzerhandbuch KMU-Definition. Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten dürfen ihre Auszubildenden bei der Beschäftigtenzahl voll anrechnen.

Antragsverfahren

Den Antrag können Sie in wenigen Schritten einreichen:
 

1. Antragsformular herunterladen und ausfüllen

Laden Sie das Antragsformular Soforthilfe Corona inkl. De-minimis-Erklärung von der Webseite des Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg herunter und füllen Sie es vollständig an Ihrem PC aus. Nur vollständig ausgefüllte Formulare können bearbeitet werden.
 

2. Formular ausdrucken und unterschreiben

Drucken Sie das vollständig ausgefüllte Formular aus und unterschreiben Sie (rechtsverbindlich durch einen Vertretungsberechtigten) es eigenhändig an der dafür vorgesehenen Stelle.
 

3. Formular einscannen und im PDF-Format speichern

Scannen Sie (oder fotografieren Sie) das Formular mit Ihrer Unterschrift ein und speichern Sie das gescannte/ fotografierte Dokument im PDF-Format ab. Es können nur vollständig ausgefüllte Formulare im PDF-Format verarbeitet werden. Bitte führen Sie gegebenenfalls mehrseitige Dokumente in EIN Dokument zusammen. Da nur Dokumente im PDF-Format angenommen werden können, müssen die Dokumente im Datei-Typ PDF gespeichert oder über einen Standard-PDF-Drucker gedruckt werden, um das PDF-Format sicherzustellen.
 

4. Formular im Einreichungsportal hochladen

Öffnen Sie bitte das Portal der Kammern www.bw-soforthilfe.de, geben Sie dort Ihre Kontaktdaten ein und laden Ihr Antragsformular hoch. Nach erfolgreichem Uploadvorgang werden Sie per E-Mail über den Eingang Ihres Antrags informiert. Der Antrag wird dann an uns als zuständige Kammer weitergeleitet, wird geprüft und zur Bewilligung an die L-Bank weitergeleitet.

Der Prozess nimmt insgesamt nur wenige Werktage in Anspruch. Bitte sehen Sie von etwaigen Anfragen in den ersten Werktagen ab. Sollten sich Fragen zu Ihrem Antrag ergeben, werden wir uns als zuständige Kammer an Sie wenden.

Bitte beachten Sie: Anträge können nur bearbeitet werden, wenn sie auf dem angegebenen Online-Portal hochgeladen wurden. Bitte senden Sie keine Anträge auf dem Postweg oder per E-Mail an die Kammer oder das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg. Diese können nicht bearbeitet werden!
Antragsberechtigt sind Unternehmen mit Hauptsitz in Baden-Württemberg. Anträge dürfen nur von Unternehmen gestellt werden, die noch keine vergleichbare Hilfe des Landes Baden-Württemberg oder eines anderen Bundeslandes für eine möglicherweise in einem anderen Bundesland oder in Baden-Württemberg bestehende Betriebsstätte beantragt oder erhalten haben. Die Anträge sind in diesem Zusammenhang von dem Hauptsitz des Unternehmens zu stellen.
 
  • Halten Sie Ihre Mitgliedsnummer (Betriebsnummer) bereit. Bitte beachten Sie, dass die Handwerkskammer Freiburg ausschließlich Anträge ihrer Mitgliedsbetriebe bearbeiten kann.
  • Sollten Sie bereits Kontakt zur L-Bank gehabt haben, halten Sie bitte auch diese Kundennummer bereit.
  • Im Rahmen des Antrags wird die Handelsregisternummer (soweit vorhanden) und Umsatzsteuer-ID (ersatzweise Steuernummer) abgefragt werden. Bitte halten Sie diese bereit.
  • Bitte halten Sie außerdem Informationen zu Ihrer Bankverbindung bereit.
  • Im Rahmen des Antrags wird eine De-minimis-Erklärung angefordert werden. Halten Sie daher bitte Informationen über ggf. bereits erhaltene De-minimis-Beihilfen bereit. (Eine gute Erklärung zu De-minimis-Beihilfen finden Sie auf dem Portal www.fuer-gruender.de)
  • Bitte halten Sie auch Informationen zu weiteren staatlichen Hilfen, die Sie im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie ggf. erhalten oder beantragt haben, bereit.
  • Im Rahmen des Antrags wird die Höhe Ihres Liquiditätsengpasses (auf drei Monate) abgefragt werden. Halten Sie bitte Informationen hierzu bereit.
  • Im Rahmen des Antrags wird die Anzahl der Beschäftigten Ihres Unternehmens abgefragt werden. Halten Sie bitte Informationen hierzu bereit. Hilfestellung bei der Berechnung der Vollzeitäquivalente siehe Benutzerhandbuch KMU-Definition.
  • Da nur Dokumente im pdf-Format angenommen werden können, informieren Sie sich bitte vorab, wie ggf. andere Dateiformate über bspw. Onlineangebote kostenlos in pdf-Formate gewandelt werden können.

Hilfestellung und Beratung

Sollten Sie Hilfestellung bei der Feststellung der Antragsberechtigung oder bei der Beantragung benötigen, können Sie sich als unser Mitgliedsbetrieb an unsere Corona-Hotline wenden. Unsere Mitarbeiter helfen Ihnen von Montag bis Donnerstag von 7:30 bis 17:30 Uhr und Freitag von 7:30 bis 15:00 Uhr gerne weiter.
 

Corona-Hotline: 0761 21800-456