Förderprogramm Soforthilfe Corona

Bund und Land haben aufgrund der Coronakrise ein Soforthilfeprogramm aufgelegt: Gewerbliche Unternehmen, Sozialunternehmen und Angehörige der Freien Berufe, die sich unmittelbar infolge der Corona-Pandemie in einer existenzbedrohenden wirtschaftlichen Lage befinden und massive Liquiditätsengpässe erleiden, wurden bis Ende Mai mit einem einmaligen, nicht rückzahlbaren Zuschuss unterstützt. Ein Nachfolgeprogramm ist in Arbeit.

Das Förderprogramm „Soforthilfe Corona“ wurde wie geplant am 31. Mai beendet. Daher ist eine Antragstellung nun nicht mehr möglich. Alle Anträge auf Soforthilfe, die bis zum 31. Mai, 24 Uhr über das Upload-Portal auf www.bw-soforthilfe.de gestellt wurden, werden selbstverständlich nun zügig und im gewohnten Prozess bearbeitet werden. Bitte versenden Sie keine Antragsformulare auf dem Postweg oder per E-Mail an die Kammer oder das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg! Diese Anträge können nicht bearbeitet werden!
 
Die Landesregierung hat ein Nachfolgeprogramm für die Soforthilfe angekündigt. Das Wirtschaftsministerium bringt das neue Programm schnellstmöglich auf den Weg. Weitergehende Informationen stellt das Ministerium in Kürze auf seiner Internetseite zur Verfügung. Wir informieren Sie hier zeitnah, sobald uns die Informationen vorliegen.
 
Internetseite des Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg


Die Informationen zum abgelaufenen Förderprogramm haben wir für Sie zusammengefasst:

VORSICHT VOR BETRÜGERN

Im Zusammenhang mit der Antragstellung zum Förderprogramm kommt es anscheinend zu Betrugsversuchen. Vermehrt berichten Betriebe über vermeintliche E-Mails der L-Bank Baden-Württemberg, mit welchen sie zur Preisgabe persönlicher Daten im Rahmen ihres Antragsverfahrens aufgefordert werden. Da solche E-Mails weder von den Kammern noch von der L-Bank verschickt werden, warnen wir vor einer Reaktion auf solche Daten-Phishing-Mails! Den genauen Wortlaut einer solchen E-Mail finden Sie unten stehend als Bilddatei. Senden Sie also bitte auf keinen Fall Daten an die E-Mail-Adresse "corona-zuschuss@l-bank.de.com".

Muster Phishing-Mail Soforthilfeprogramm

Zudem werden Anrufe bei Betrieben gemeldet, bei der sich ein dubioses Unternehmen als einzig offizielle Stelle zur Abwicklung der Soforthilfe ausgibt. Im Verlauf des Telefonats wird auf einen Link verwiesen, der nicht Teil des offiziellen Förderprogramms ist – damit könnten Daten abgefischt werden. Bitte beachten Sie: Für das Programm ist keine Upload-Plattform mehr verfügbar! Ein Angebot zum Uplaod von Anträgen ist daher nicht seriös.
 
Sollten Sie bei einem Anruf zu diesem Thema unsicher sein, wenden Sie sich bitte im Nachgang des Telefonats an die Corona-Hotline der Handwerkskammer Freiburg unter 0761 21800-456.

FAQs zum Förderprogramm

Alle Fragen und Antworten zum Förderprogramm und der Beantragung finden Sie auf der Seite des Wirtschaftsminsteriums (am unteren Seitenende).

Soforthilfe Corona: Antragstellung und FAQs

Berechnungshilfe Liquiditätsengpass und Vollzeitäquivalente

Um Ihnen die Berechnung der geforderten Vollzeitäquivalente sowie die Erstellung eines Liquiditätsplans zu erleichtern, haben wir Ihnen ein Excel-Tool für diese Berechnungen angeboten. Das Tool wurde regelmäßig aktualisiert und an die veränderten Rahmenbedingungen angepasst (aktueller Stand: 15.04.2020).

Excel-Tool zur Berechnung der Vollzeitäquivalente und des Liquiditätsengpasses

Wer wurde gefördert?

Anträge konnten von gewerblichen und Sozialunternehmen, von Soloselbstständigen und von Angehörigen der Freien Berufe, einschließlich Künstler/innen mit bis zu 50 Beschäftigten (Vollzeitäquivalente) gestellt werden, die ihren Hauptsitz in Baden-Württemberg haben.

In Anlehnung an die KMU-Definition der EU wurde als Unternehmen „jede Einheit, unabhängig von ihrer Rechtsform, die eine wirtschaftliche Tätigkeit ausübt“, verstanden. Hierzu zählen auch gemeinnützige Sozialunternehmen, sofern diese aktiv am Wirtschaftsleben teilnehmen.

Soloselbständige und Kleinstunternehmen mit unter fünf Beschäftigten waren nur insoweit antragsberechtigt, als dass sie mit ihrer selbstständigen Tätigkeit das Haupteinkommen oder zumindest ein Drittel des Nettoeinkommens eines Haushalts bestreiten.

Anträge durften nur von Unternehmen gestellt werden, die noch keine vergleichbare Hilfe des Landes Baden-Württemberg oder eines anderen Bundeslandes für eine möglicherweise in einem anderen Bundesland oder in Baden-Württemberg bestehende Betriebsstätte beantragt oder erhalten hatten. Die Anträge waren in diesem Zusammenhang von dem Hauptsitz des Unternehmens zu stellen.

Was wurde gefördert?

Die Unternehmen sollten bei der Sicherung ihrer wirtschaftlichen Existenz und Überbrückung von akuten Liquiditätsengpässen, u.a. für laufende Betriebskosten wie Mieten, Kredite für Betriebsräume, Leasingraten u.Ä., durch einen Zuschuss unterstützt werden. Liquiditätsengpässe oder Umsatzeinbrüche, die bereits vor dem 11. März 2020 entstanden sind, waren daher nicht förderfähig.

Konkret musste der Antragsteller versichern, dass er durch die Corona-Pandemie in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten ist, die seine Existenz bedrohen. Dies lag dann vor, wenn die fortlaufenden Einnahmen aus dem Geschäftsbetrieb des Antragsstellers voraussichtlich nicht ausreichen, um die Verbindlichkeiten in den auf die Antragstellung folgenden drei Monaten aus dem erwerbsmäßigen Sach- und Finanzaufwand (bspw. gewerbliche Mieten, Pacht, Leasingaufwendungen) zu zahlen (Liquiditätsengpass). Die Höhe des Liquiditätsengpasses für die drei auf die Antragstellung folgenden Monaten mussten die Betriebe konkret beziffern. Dabei mussten beantragtes Kurzarbeitergeld (z.B.: als geringere Lohnkosten) und sonstige finanzielle Hilfen eingerechnet werden. Privatvermögen, oder betriebliche liquide Mittel (z.B.: Erhöhung der Kontokorrentkredite) wurden aber nicht berücksichtigt.

Wie wurde gefördert?

Die Soforthilfe war gestaffelt nach der Zahl der Beschäftigten und betrug bis zu:
 
  • 9.000 Euro für Antragsberechtigte mit bis zu 5 Beschäftigten,
  • 15.000 Euro für Antragsberechtigte mit bis zu 10 Beschäftigten,
  • 30.000 Euro für Antragsberechtigte mit bis zu 50 Beschäftigten
Die Obergrenze für die Höhe der Förderung entsprach dem unmittelbar infolge der Corona-Pandemie verursachten Liquiditätsengpass, maximal jedoch den oben genannten Förderbeträgen.

Die Anzahl der Beschäftigten ergab sich aus der Berechnung der Vollzeitäquivalente, die anhand der Regelungen der KMU-Definition der EU erfolgt. Hilfestellung bot das Benutzerhandbuch KMU-Definition. Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten durften ihre Auszubildenden bei der Beschäftigtenzahl voll anrechnen.

Hilfestellung und Beratung

Sollten Sie Hilfestellung bei der Feststellung der Antragsberechtigung oder bei der Beantragung benötigen, können Sie sich als unser Mitgliedsbetrieb an unsere Corona-Hotline wenden. Unsere Mitarbeiter helfen Ihnen von Montag bis Donnerstag von 7:30 bis 17:30 Uhr und Freitag von 7:30 bis 15:00 Uhr gerne weiter.
 

Corona-Hotline: 0761 21800-456