Kassenumrüstung - Kein genereller Aufschub


Alle Kassen müssen bis 30. September mit einer technischen Sicherheitseinrichtung (TSE) ausgestattet sein – das hat das Bundesfinanzministerium nun bestätigt. Die in der seit Anfang 2020 geltenden Kassensicherungsordnung festgelegte Übergangsfrist bis Ende September bleibt bestehen. Eine Verlängerung dieser Frist muss vom Unternehmen individuell beim Finanzamt beantragt werden.
Ordnungsgemäße Kassenführung

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Die Anfang 2020 eingeführte Kassensicherungsordnung sieht vor, dass alle Kassen mit einer technischen Sicherheitseinrichtung (TSE) ausgestattet sein müssen. Nach der vor kurzem erfolgten Ablehnung einer Fristverlängerung aufgrund der Cornakrise durch das Bundesfinanzministerium ist aktuell nicht sicher abschätzbar, ob eine Verlängerung der Frist noch erreichbar sein wird. Aus diesem Grund hat der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) für Sie als unsere Mitgliedsbetriebe ein Muster für einen individuellen Antrag auf Verlängerung der Frist zur Aufrüstung gemäß § 148 AO als Orientierungshilfe erstellt. Sollte absehbar sein, dass Sie coronabedingt die gegebene Frist nicht einhalten können, sollten Sie nach Absprache mit Ihrem Steuerberater einen solchen Antrag bei Ihrem Finanzministerium stellen.

Musterantrag für individuelle Fristverlängerung

Der ZDH kritisiert die Ablehnung und hält diese für sachlich nicht nachvollziehbar. Gerade in der derzeitigen Krisenlage ist es nicht zielführend, Unternehmen mit der aufwendigen Kassenumrüstung zusätzlich zu belasten. Auf seiner Homepage hat der ZDH eine Themenseite "Kassenführung" erstellt, auf der viele relevante und aktuelle Informationen zu diesem Thema übersichtlich für Sie bereitstehen - unter anderem die Handreichung für Betriebe „Neuregelungen zum 1.1.2020“ und eine Empfehlung zur Erstellung einer Corona-Dokumentation.

Themenseite "Kassenführung" beim ZDH