
Ausbildungsstart
Zum 1. September ist offiziell das neue Ausbildungsjahr gestartet – ein spannendes Datum für angehende Auszubildende, aber auch die Ausbildungsbetriebe. Wir haben Zahlen, Geschichten, Tipps und Services rund um die Ausbildung im regionalen Handwerk gesammelt.
Das südbadische Handwerk bleibt verlässlicher Ausbilder und hält die Ausbildungszahlen nahezu stabil. Zum offiziellen Ausbildungsstart am 1. September können die regionalen Handwerksbetriebe den Abschluss von 2.524 neuen Ausbildungsverträgen melden. Christof Burger, Präsident der Handwerkskammer Freiburg, begrüßt die neuen Auszubildenden zum offiziellen Start des Ausbildungsjahres am 1. September. „Herzlich willkommen in der Handwerksfamilie!“
Die Zahlen entsprechen zum aktuellen Zeitpunkt einem minimalen Minus von 1,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Davon meldet die Kammer 352 Verträge im Stadtkreis Freiburg (-8,3 Prozent), 605 Verträge im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald (+3,1 Prozent) und 351 Verträge im Landkreis Emmendingen (+1,2 Prozent). Im Ortenaukreis sind bisher 843 neue Ausbildungsverträge gemeldet (-0,5 Prozent); im Landkreis Lörrach 373 Verträge (-5,6 Prozent). Der überwiegende Teil der ausbildenden Unternehmen betreut dabei einen oder zwei Auszubildende.
„Das regionale Handwerk leistet weiterhin seinen Beitrag zur Ausbildung von dringend benötigten Fachkräften. Während anderswo im großen Stil Ausbildungsplätze gestrichen werden, bietet das Handwerk jungen Menschen weiterhin die Möglichkeit, mit einer Ausbildung den Grundstein für ihre berufliche Zukunft zu legen“, macht Christof Burger deutlich. „Gute Ausbildungsqualität ist dabei die Grundlage für wirtschaftlichen Erfolg, Innovation und gesellschaftliche Stabilität.“
3 Tipps für Ausbildungsbetriebe
Azubis willkommen heißen
Der erste Tag im Unternehmen ist der wichtigste Tag für neue Auszubildende. Und auch hier zählt der erste Eindruck. Daher sollten Sie Ihre neuen Azubis gebührend begrüßen und willkommen heißen. Wenn neben den Ausbilderinnen und Ausbildern auch die Geschäftsführung, der Inhaber oder die Inhaberin vorbeischaut, erhält das Ganze eine noch wertschätzendere Note.
Das Unternehmen vorstellen
Wie bei jeder neuen Mitarbeiterin und jedem neuen Mitarbeiter sollte auch mit den Auszubildenden eine Vorstellungsrunde auf dem Plan stehen. Die Durchführung unterscheidet sich natürlich je nach Betriebsgröße: Beim kleinen Betrieb mit 5 Beschäftigten kann eine solche Vorstellung etwa in die Besprechungsrunde eingebaut werden, bei einem 50 Mitarbeiter starken Unternehmen sollte ein Rundgang durch die Abteilungen angeboten werden.
Ausbildungsmappe bereitstellen
Damit am ersten Tag vor lauter Infos der Überblick nicht verloren geht, hilft ein besonders wichtiger Baustein beim Ausbildungsstart: Eine Ausbildungsmappe. Sie sollte wichtige Informationen über den Betrieb wie wichtige Ansprechpartner, Abläufe und Anträge enthalten, aber auch die Ausbildungsordnung und den Ausbildungsnachweis bzw. das Berichtsheft (ggf. Infos zur elektronischen Form). Außerdem können Infos zur Berufsschule, zu Fahrplänen oder weiteren Themen mit in die Mappe gegeben werden. Wenn diese dann am ersten Tag übergeben wird, kann der oder die Auszubildende rundum informiert in die Ausbildung starten.
3 Tipps für angehende Azubis
Bereite dich vor
Beschäftige dich schon vor dem ersten Ausbildungstag mit deinem Handwerk und deinem Ausbildungsbetrieb. Informieren kannst du dich beispielsweise unter www.handwerk.de oder auf der Firmenwebseite. Mit einem solchen Vorwissen ist der erste Tag viel entspannter und du zeigst deinem Ausbilder gleichzeitig dein Interesse und Engagement.
Sei pünktlich und zuverlässig
Nicht nur im Handwerk gelten Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit als wichtige Tugenden. Aber insbesondere hier, wo oftmals Kundenkontakt herrscht, ist es wichtig, Termine und Zusagen einzuhalten. Und zwar vom ersten Tag an – schließlich zählt oft der erste Eindruck. Pünktlichkeit zeigt Respekt gegenüber deinen Kollegen und deinem Ausbilder. Zuverlässigkeit schafft Vertrauen und gute Beziehungen zu den Mitarbeitern und Vorgesetzten. Natürlich gilt immer: Auf den richtigen Tonfall kommt es an.
Stelle Fragen und lerne aus Fehlern
Hab keine Angst davor, Fragen zu stellen, wenn du etwas nicht verstehst. Im Handwerk sind Sicherheit und korrekte Arbeitsweisen oftmals entscheidend. Wenn du unsicher bist, wie du eine Aufgabe ausführen sollst, frage deinen Ausbilder oder erfahrene Kollegen um Hilfe. Es ist besser, nachzufragen, als Fehler zu machen. Und wenn doch einmal ein Fehler passiert: In der Ausbildung ist das normal und kein Weltuntergang. Wichtig ist, dass du aus diesen Fehlern lernst und sie nicht wiederholst. Sieh sie als Gelegenheit, dich zu verbessern, und sei bereit, Verantwortung für deine Fehler zu übernehmen.