Social Media ist längst fester Bestandteil der Kundengewinnung, Mitarbeiterakquise und Imagepflege – auch im Handwerk. Viele Betriebe sind bereits auf Plattformen wie Instagram, Facebook oder LinkedIn aktiv, schöpfen aber nicht alle Möglichkeiten aus.
Wir möchten Ihnen kurze, praxisnahe Tipps zu einzelnen Aspekten des Social-Media-Auftritts bieten und Impulse geben, die einen Unterschied ausmachen können. Jeder Impuls ist so aufgebaut, dass Sie den Hintergrund verstehen, die konkrete Umsetzung kennen und mit minimalem Zeitaufwand sofort Verbesserungen vornehmen können. Ziel ist es, die Sichtbarkeit Ihres Betriebs zu steigern und online klar erkennbar zu machen, wer Sie sind, was Sie leisten und wo Sie tätig sind.
Tipp 1: Name und Benutzername – Kleine Änderung, große Wirkung
Thema:
Sichtbarkeit beginnt mit den richtigen Profileinstellungen
Kernaussage:
Falsche oder unklare Angaben bei „Name“ und „Benutzername“ führen dazu, dass Betriebe in der Suche nicht erscheinen.
Unterschied:
Name: Sichtbarer Profilname – sollte Gewerk + Ort + aussagekräftiges Stichwort enthalten (z. B. „Elektriker und Anlagenmechaniker aus Bad Bevensen“).
Benutzername: Digitale Adresse (z. B. @musterbetrieb_freiburg) – kurz, eindeutig, gut lesbar.
Umsetzungsschritte:
Profil auf Instagram/Facebook öffnen „Profil bearbeiten“ auswählen Namen anpassen: [Gewerk + Ort + Stichwort] Benutzername auf Lesbarkeit und Eindeutigkeit prüfen
Tipp:
Einheitliche Benennung auch auf Facebook, Google Business, LinkedIn und WhatsApp Business.
Tipp 2: Der Instagram-Steckbrief – Kompakt und überzeugend
Thema:
Die 150 Zeichen im Profil gezielt nutzen
Kernaussage:
Der Steckbrief entscheidet, ob Interessenten dem Profil folgen oder weiterklicken.
Gestaltungshinweise:
Gewerk und Standort klar nennen Konkreten Vorteil herausstellen (z. B. „24h Notdienst“) Mit Emoji optische Orientierung schaffen 20 Alleinstellungsmerkmale sammeln und in klare, kurze Formulierungen bringen Link zur Kontaktaufnahme ergänzen
Beispiel:
„Zimmerei 🔨 für CO₂-neutrale Sanierung historischer Fachwerkhäuser. Persönlich & zuverlässig.“
Tipp 3: Das richtige Profilformat – Business statt Privat
Thema:
Profilart bestimmt Funktionen und Reichweite
Kernaussage:
Handwerksbetriebe sollten ein Businessprofil nutzen, um professionelle Funktionen und Statistiken freizuschalten.
Profilarten im Überblick:
Kontoart
Vorteile
Nachteile
Privat
Zugriff auf Songs
Keine Statistiken, keine Werbung, kein Kontaktbutton
Creator
Statistiken, eingeschränkter Musikzugriff
Weniger Business-Funktionen
Business
Statistiken, Kontaktmöglichkeiten, Werbung
Eingeschränkter Musikzugriff
Umstellung:
Instagram-App → Einstellungen → Konto
„Zu professionellem Konto wechseln“
„Businessprofil“ auswählen
Kategorie festlegen (z. B. „Handwerksbetrieb“)
Tipp 4: Profilbild – Vertrauen auf den ersten Blick
Professionelle, klare Bilder steigern Vertrauen und Kompetenzwahrnehmung.
Empfehlungen:
Direkter Blickkontakt
Freundlicher Gesichtsausdruck
Arbeitskleidung sichtbar
Mindestens 1080×1080 px, PNG-Format
Einheitliche Verwendung auf allen Plattformen
Tipp 5: Projekt-Geschichten statt Einzelbilder
Thema:
Sichtbarkeit und Verweildauer erhöhen
Kernaussage:
Karussell-Beiträge mit Vorher-/Nachher-Darstellung und Arbeitsschritten steigern das Interesse um bis zu 35 %.
Gestaltung einer Projekt-Story:
Vorher-Bild Arbeitsschritte mit Mitarbeitenden Detailaufnahmen Endergebnis
Ziel:
Kompetenz und Prozessqualität sichtbar machen.
Tipp 6: Captions – Texte mit Wirkung
Thema:
Bildunterschriften als digitales Verkaufsgespräch
Kernaussage:
Der Text entscheidet oft, ob Interesse entsteht und Kontakt aufgenommen wird.
Schreibprinzipien:
Einstieg mit starker Aussage oder Frage
Zielgruppe emotional abholen
Einfache, verständliche Sprache
Kurz und prägnant oder als kurze Story
Mit klarer Handlungsaufforderung abschließen
Wie Sie sehen können: Kleine, gezielte Anpassungen in Social-Media-Profilen können die Sichtbarkeit und Reichweite von Handwerksbetrieben deutlich steigern. Jede Maßnahme ist mit geringem Zeitaufwand umsetzbar und unterstützt die Kundengewinnung sowie die Mitarbeitersuche – insbesondere im regionalen Umfeld.