Für Betriebe und Auszubildende - EU

Fit für Europa?

Berufspraktikum beim Nachbarn: Das Euregio-Zertifikat

Europa wächst zusammen - mit Deutschland, Frankreich und der Schweiz auch die drei Länder am Oberrhein. Mit dem Euregio-Zertifikat bietet das Handwerk allen Auszubildenden, Berufsschülern und Berufsschülerinnen aus der Oberrheinregion die Chance auf ein mehrwöchiges Praktikum im grenznahen Oberrheingebiet.
 
  • Was bringt das Auslandspraktikum dem Unternehmen?
  • Was bringt das Auslandspraktikum dem Lehrling?
  • Wer kann mitmachen?
  • Wie funktioniert's?
  • Wer steht hinter dem Projekt?
  • Wo gibt es weitere Infos?
Neugierig geworden? Weitere Informationen erhalten Sie auf den Internetseiten des Euregio-Zertifikats.
 

Ihre EU-Beraterin


Falls Sie noch Fragen haben, wenden Sie sich bitte an unsere EU-Beraterin:

Dr. Brigitte Pertschy

EU-Beratung
Telefon 0761 21800 135
Fax 0761 21800 333

Flaggen mehrerer Staaten

© Denys Rudyi - fotolia.com

Auslandsaufenthalte für Auszubildende und Ausbilder


Auslandsaufenthalte für Auszubildende und Ausbilder

Berufsbildung ohne Grenzen

Lust auf
 
  • Croissants backen in Frankreich?
  • Stabkirchen bauen in Norwegen?
  • Ferraris reparieren in Italien?
  • Mozartkugeln herstellen in Salzburg?
  • Frisuren stecken in Mailand?
  • Geothermie in Island?
Einfach machen!

Unser Programm

Sie haben die Wahl zwischen einer Gruppenreise nach Italien, Frankreich oder Norwegen und einem ganz nach Ihren Wünschen gestalteten Auslandspraktikum. Bei der Planung, Umsetzung und Finanzierung der Auslandsaufenthalte für Auszubildende und junge Gesellinnen und Gesellen unterstützen wir Sie mit unserer Mobilitätsberatung. Im Programm für den Herbst 2018 finden Sie eine Vielzahl an spannenden Angeboten.
Grenzenlos - Programm Herbst 2018 (209.16 KB)

Ihre Ansprechpartnerin

Heike Schierbaum

Betriebliche Mobilitätsberatung
Telefon 0761 21800 595
Fax 0761 21800 555

Weitere Informationen zu den Möglichkeiten und unseren Beratungsangeboten finden Sie im
Flyer Mobilitätsberatung (781.07 KB)
Einen spannenden Einblick in einen Auslandsaufenthalt in Vicenza gibt unser
Artikel in der Deutschen Handwerkszeitung (497.77 KB)
Die internationale Mobilitätsberatung der Handwerkskammer Freiburg ist Teil der bundesweiten Initiative "Berufsbildung ohne Grenzen" und wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) finanziell gefördert.
Logoleiste Mobilitätsberatung

The Job of my life/MobiPro-EU

Duale Ausbildung europaweit gedacht

Die Handwerkskammer Freiburg setzt beim Thema Fachkräftesicherung auch auf die Möglichkeit, junge Menschen aus dem europäischen Ausland in den südbadischen Arbeitsmarkt zu integrieren. Wir richten unseren Blick dabei vor allem ins benachbarte Frankreich und ins italienische Veneto. Als Kammer setzen wir dabei auf gewachsene Partnerschaften wie etwa die seit über 15 Jahren bestehende intensive Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer in Padua. 2013 haben wir gemeinsam im Rahmen des Förderprogramms MobiPro-EU ein Ausbildungsprojekt auf die Beine gestellt, das die dringliche Mitarbeitersuche auf der deutschen Seite mit der hohen Jugendarbeitslosigkeit im europäischen Ausland verknüpft.

Eine der Teilnehmerinnen aus Padua, Chiara Baggio, hat ihre Ausbildung zur Konditorin als Jahrgangsbeste der Gewerbeschule Lörrach abgeschlossen. Über die Erfahrungen während des Projekts haben wir mit Chiara und Stefan Fünfschilling, dem Inhaber ihres Ausbildungsbetriebes in Fischingen, gesprochen.
Frau Baggio, Sie kommen aus Padua und sind vor etwa drei Jahren über das Projekt MobiPro-EU nach Deutschland gekommen. Warum war es für Sie interessant, eine Ausbildung im Ausland zu machen? Gibt es Unterschiede zwischen dem italienischen und deutschen Ausbildungssystem?
Chiara Baggio: Ich hatte Interesse daran, eine Ausbildung im Ausland zu machen, um meine Deutschkenntnisse zu verbessern. Ich wollte auch selbstständiger werden und neue Erfahrungen machen. Die italienische und die deutsche Ausbildung sind verschieden: Typisch an der deutschen Ausbildung ist das duale System, in Italien gibt es das so nicht. Dort arbeitet man nur im Betrieb und manchmal wird man auch nicht bezahlt.
 
Herr Fünfschilling, wie sind Sie in Ihrem Betrieb auf das Projekt MobiPro-EU aufmerksam geworden? Was hat Sie dazu bewogen, daran teilzunehmen?
Stefan Fünfschilling: Wir haben durch einen Anruf von der Handwerkskammer von MobiPro erfahren, in dem uns das Projekt vorgestellt wurde. Chiara kam als Praktikantin aufgrund eines Wechselwunsches für eine Woche zu uns und hat sofort überzeugt.
 
An der Gewerbeschule Lörrach haben Sie, Chiara, die Prüfung als Jahrgangsbeste abgelegt – was fasziniert Sie am Konditorenhandwerk?
Chiara Baggio: Die Konditorei gefällt mir wegen ihrer künstlerischen Seite. Viele Torten oder Desserts können so schön werden, wie gemalt. Außerdem kann man mit Torten Gefühle in den Menschen wecken. Mir gefällt auch die Schwierigkeit, die hinter dieser Arbeit steckt, weil das gar nicht so einfach ist, wie man denkt.
 
Wenn Sie Ihre Freunde und Familie aus Padua mit einem südbadischen Rezept überraschen wollen würden, welches würden Sie wählen und warum?
Chiara Baggio: Ich würde Schwarzwälder Kirschtorte wählen, weil sie sehr beliebt ist und richtig lecker schmeckt.
 
Welche Höhen und Tiefen haben Sie in den letzten drei Jahren erlebt? Würden Sie sich wieder für MobiPro entscheiden?
Chiara Baggio: Die Schwierigkeiten waren für mich am Anfang groß: sich an das neue Land, die Sprache und die Kultur zu gewöhnen. Schwierig war auch dass ich ohne meine Familie und Freunde war. Die Arbeit war auch nicht so einfach, ich musste viel lernen und hatte immer Angst Fehler zu machen. Trotzdem habe ich hier ein wunderbares Team, das mir immer geholfen hat und immer an mich glaubt. Das Positive ist meine persönliche Veränderung, ich bin nicht mehr dieselbe.
 
Wie sehen Ihre Pläne für die Zukunft aus?
Chiara Baggio: Ich bin total unsicher was meine Zukunft betrifft, was mir Sorgen macht. Auf der einen Seite möchte ich zurück nach Italien, weil dort mein Zuhause ist, aber es ist noch alles offen.
 
Herr Fünfschilling, worin besteht für Sie der Mehrwert eines solchen inter-europäischen Ausbildungsprogramms?
Stefan Fünfschilling: Definitiv darin, motivierte Arbeitskräfte zu gewinnen.

Die Bundesregierung hat die Finanzierung von MobiPro eingestellt. Was sagen Sie als Unternehmer dazu? Würden Sie vergleichbare Programme begrüßen?
­­­­Stefan Fünfschilling: Schade ist es definitiv, es war ein tolles Projekt! Ein ähnliches Programm würden wir absolut begrüßen. Das vorherige Erlernen der Sprache im Heimatland, um dann hier einen Ausbildungsplatz zu suchen, ist ideal.
Kopfbild: © European Communities 2006 / Source: EC - Audiovisual Service / Photo: Christian Lambiotte