
Handwerksunternehmen des Jahres 2026 – Landkreis Ortenau:
Jogerst Steintechnologie
Als Handwerksunternehmen des Jahres 2026 im Landkreis Ortenau zeichnet die Handwerkskammer Freiburg die Jogerst Steintechnologie GmbH aus Oberkirch aus. Als Fachexperte für Naturstein und Technologieführer der Branche realisiert das Unternehmen aus dem Gewerk der Steinmetze und Steinbildhauer vielfältige Lösungen in den Bereichen Grabmal, Wohnen und Bauen. Grundlage des Erfolgs ist die professionelle Verarbeitung, Gestaltung und Pflege sämtlicher Steinprodukte in allen Einsatzbereichen.
Ein zentrales Kriterium für die Auszeichnung ist die hohe Innovationskraft des Betriebs. Mit der Entwicklung der Dünnstein-Technologie setzte das Unternehmen rund um Geschäftsführer Michael Walter Maßstäbe und wurde dafür 2007 mit dem VR Innovationspreis Mittelstand ausgezeichnet. Darüber hinaus kommen Naturstein-Leichtbau-Anwendungen im Automobil-, Schiffs- und Flugzeugbau zum Einsatz. Entlang einer intelligenten und hochtechnisierten Wertschöpfungskette werden Bearbeitungs- und Gestaltungsmöglichkeiten kontinuierlich weiterentwickelt. Der Betrieb schlägt damit erfolgreich Brücken zwischen einem Handwerk mit Tradition und modernen Bearbeitungsmethoden.
Große Bedeutung misst das Unternehmen der Fachkräftesicherung bei. Aktuell werden zwei Auszubildende beschäftigt, insgesamt wurden bislang 32 junge Menschen ausgebildet. Die Belegschaft besteht aus 42 Mitarbeitenden (inkl. Auszubildenden) aus zwölf Nationen. Die Integration von Auszubildenden aus dem Ausland, unter anderem aus Indien, ist fester Bestandteil der Personalstrategie. Innovation wird dabei als Prozess verstanden, der kontinuierliche Teamentwicklung sowie gezielte Aus- und Weiterbildungsangebote erfordert.
Im Bereich Digitalisierung setzt der Betrieb auf durchgängige digitale Prozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Ein digitaler Showroom sowie ein Online-Shop ergänzen die klassischen Vertriebswege und ermöglichen Kunden und Partnern einen zeitgemäßen Zugang zu Produkten und Leistungen.
Auch Umwelt- und Klimaschutz sind fest im Betrieb verankert. Eine Photovoltaikanlage, LED-Beleuchtung, moderne Kompressoren mit geprüften Druckluftleitungen sowie Maschinen mit Stromrückgewinnung bei Bremsvorgängen tragen zur Reduzierung des Energieverbrauchs bei. Verarbeitet werden, je nach Produkt, überwiegend Steine aus Europa, um kurze Lieferwege sicherzustellen. Ergänzt wird dies durch ein eigenes Klärsystem zur Aufbereitung und Rückgewinnung von Brauchwasser.
Das gesellschaftliche Engagement reicht über die Landesgrenzen hinaus. Internationale Geschäftsbeziehungen werden mit besonderem Fokus auf Arbeitssicherheit und Schonung der Natur gestaltet. Ein durch IGEP („Indo German Export Promotion“) zertifiziertes Partnerunternehmen, inkl. der Lieferketten in Indien, sowie ein eigener humanitärer Verein zur Entwicklungshilfe unterstreichen diese Verantwortung. Zudem engagierte sich Michael Walter als stellvertretender Vorsitzender im Vorstand des Vereins für Gedenkkultur, bis er das Amt vor Kurzem aus gesundheitlichen Gründen niederlegen musste.
Der Betrieb ist somit ein vorbildliches Handwerksunternehmen, das seine gesellschaftliche Verantwortung ernst nimmt und den Werkstoff Stein als kulturelles Erbe bewahrt und zugleich innovativ weiterentwickelt.
Weitere Informationen zum Unternehmen unter www.jogerst.com