Durch die Digitalisierung von Wertschöpfungsprozessen, Märkten und Kommunikationswegen sowie dem Fachkräftemangel steht das Handwerk vor enormen Herausforderungen.
Bei den überwiegend kleinstbetrieblich organisierten Handwerksunternehmen besteht u.a. die Gefahr, dass sie angesichts begrenzter Managementkapazitäten und finanzieller Ressourcen die Möglichkeit der Digitalisierung nicht ausschöpfen können.
Zwar kommen bereits bei zwei Dritteln alle Handwerksbetriebe digitale Bürolösungen zum Einsatz, allerdings sind diese Softwarelösungen kaum über Schnittstellen verbunden, sodass Daten, wie Auftragspositionen oder geleistete Stunden, mehrfach eingegeben werden müssen – was zu Mehraufwänden und Fehlern führt.
Das Projekt KINCHI der Hochschule Offenburg steht für KI und Auftragsabwicklung aus der Cloud und ist eine innovative Plattform, die verschiedene Softwarelösungen für den Auftragsabwicklungsprozess im Bau- und Ausbaugewerk informationstechnisch miteinander verbindet. Die Plattform ermöglicht den automatisierten Datenaustausch zwischen unterschiedlichen Systemen innerhalb eines Unternehmens.
Wie KINCHI in der Praxis wirkt, lässt sich an folgendem Szenario veranschaulichen: Ein Handwerksunternehmen erhält eine Anfrage für ein Bauprojekt. Normalerweise müssten die Daten mehrfach in Angebotssoftware, ERP-System, Zeiterfassung oder Materialbestellung eingetragen werden. Mit KINCHI geschieht dies automatisch – die Systeme sind über Schnittstellen mit KINCHI verbunden, Daten fließen nahtlos weiter, und Prozesse wie Angebotserstellung, Einsatzplanung und Abrechnung werden deutlich einfacher.
Ziel der Umfrage ist es, Ihre Einschätzung zur Preisgestaltung und Zahlungsbereitschaft im Rahmen digitaler Anwendungen für das Handwerk zu verstehen. Die Teilnahme erfolgt anonym und dauert ca. 3-5 Minuten.
Das Projekt wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert.